Für einen Ausflug nach Frankfurt mit dem Seniorenticket gibt es viele gute Gründe. Diesmal sind es Kunst und Kulinarik – eine bei uns recht häufige Kombination. Der erste Weg vom Hauptbahnhof führt zum Ziegelhüttenplatz in Sachsenhausen. Etwas versteckt liegt hier das Restaurant von Carmelo Greco, seit vielen Jahren eine Top-Adresse für Feinschmecker.


Mittags gibt es ein Business-Lunch, nicht ganz so fein wie Abends, aber auch sehr gut. Trüffel kommt  auf den Teller – bei den Amuses, den Ravioli und den Ochsenbäckchen. Alles delikat, auch das Dessert vom Feinsten.

         

Beschwingt geht es an´s Mainufer zum Städel, wo uns die Ausstellung  Nennt mich Rembrandt erwartet.

 

Die Ausstellungsmacher haben eine eindrucksvolle Auswahl zusammengetragen. Die Bilder  von Rembrandt und seinen Zeitgenossen zeigen, wie unglaublich lebendig die Kunstszene in Amsterdam im 17. Jahrhundert war. Und wie rasch sich bei der bürgerlichen Kundschaft  Geschmack und Vorlieben änderten.

Was um 1620 noch der letzte Schrei war galt 20 Jahre später schon als altbacken und angestaubt …   In Deutschland tobte zur selben Zeit der Dreißigjährige Krieg.

Ein Rembrandt-Bild, über das das damalige Publikum  heftig diskutiert hat: „Ganymed in den Fängen des Adlers“ von 1635.  Klein-Ganymed (Königssohn aus Troja) wird von einem Adler in den Olymp verschleppt, wo er für die Götter u.a. kellnern soll. Vor Schreck pinkelt der Kleine.

 

Es ist schon dunkel, als wir das Städel verlassen. Den Main entlang bummeln wir über den Eisernen Steg zum Römerberg, wo der Weihnachtsmarkt für reges  Treiben sorgt.

       

Nicht ganz so viel Gedrängel wie früher, doch in den Party-Zonen geht es hoch her. Ein Stand ist fest in der Hand von belgischen Fußballfans.  Die  Maskenpflicht wird eher locker gesehen. Wir sind auf die Inzidenz in 2 Wochen gespannt …

 

Auf dem Weg zum Bahnhof werfen wir noch einen Blick in einen neu eröffneten afrikanischen Schnellimbiss. YamBa YamBa macht einen guten  Eindruck. Heute sind wir noch pappsatt, aber beim nächsten Mal nehmen wir was mit. Wirkt alles sehr authentisch.

Am Bahnsteig dann eine kleine Überraschung: Unser Zug nach Butzbach „fällt aus“ …   „Notarzteinsatz“.

Der nächste Zug fährt 20 Minuten später. Pünktlich.

 

 

Rembrandt und Italo-Lunch

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