Die Veranstalter hatten extra darauf hingewiesen, dass man bei diesem Event das Auto zu Hause lassen solle. Also ein klarer Fall für das Seniorenticket.

Bei „Riedel Glas: Tasting und Lunch“ im Hattenheimer Kronenschlösschen ging es um die Frage, wie sich die Form des Weinglases auf den Geschmack auswirkt. Schmeckt Wein wirklich anders, wenn er aus einem speziell gefertigten „rebsortenspezifischen“ Glas getrunken wird?

Doch bevor diese Frage empirisch geklärt werden konnte musste erst mal der Rheingau erreicht werden. Von Butzbach nach Friedberg: kein Problem, dann allerdings begann die Zitterpartie.

Mit 15 Minuten Verspätung rollte der R40 aus dem Friedberger Bahnhof, laut RMV-App grad mal eine Minute Umsteigezeit in Frankfurt. Mit hängender Zunge und viel Adrenalin hat es knapp gereicht …

Im Kronenschlösschen war alles vorbereitet, Hausherr Hans-B.Ullrich begrüßte die Gäste und Riedel-Geschäftsführer Christian Kraus erläuterte das Konzept dieses Tastings.

 

Pro Gast standen 4 Gläser bereit – „optimiert“ für Riesling, Chardonnay, Pinot Noir und Cabernet/Merlot. Und 4 Weinproben – zwei weiße und zwei rote. Und nun wurde probiert – Chardonnay im Rieslingglas, Grüner Veltliner im Chardonnayglas und umgekehrt. Und das selbe mit den Roten. Und tatsächlich: die Weine schmecken unterschiedlich, je nach Glasform.

 

Moderator Kraus  erläuterte, wie die Firma bei der Glasauswahl vorgeht: verschiedene Glasformen werden von Dutzenden von Winzern getestet, die dann entscheiden, aus welchen Gläsern ihnen ihre Weine am Besten schmecken. Und die waren sich ziemlich einig – egal, ob sie in Österreich oder Neuseeland um ihr Votum gebeten wurden.

Riedel produziert neben Weingläsern noch verschiedene andere „Objekte“ rund um dem Weingenuss, u.a. Dekanter in teils extravaganter Form, die optimal seien zum „Belüften“ der Weine.  Auf die Frage, wie man diese Teile denn reinigen solle hatte der Riedel-Geschäftsführer eine einfache Antwort:  das gehe am Besten unter der Dusche.

Nach dem Tasting wurde ein 3-Gänge-Menu von Kronenschlösschen-Chef Simon Stirnal serviert, wozu weitere Weine auf den Tisch kamen. Am Ende der Veranstaltung durfte jeder Gast noch seine 4 Riedel-Gläser einpacken und mitnehmen.

     

Das i-Tüpfelchen auf diesen gelungenen Nachmittag setzen dann unsere Freunde Norbert und Renate Bardong, die den Begrüßungssekt kredenzt hatten und uns mitsamt unserer netten Tischnachbarn (aus Oldenburg) zu einem „Absacker“ in ihre Sektkellerei einluden. Ihr Spätburgunder-Sekt ist großartig!

 

Bei der Heimreise mit der Bahn mag sich mancher Mitreisende über das „Handgepäck“ gewundert haben. Riedel produziert halt nicht nur schöne Gläser sondern auch opulente Verpackungen …

„Rebsortenspezifische Weingläser“ – was ist dran?

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