Das Seniorenticket macht in Verbindung mit der Frankfurter Museumscard doppelt Freude. Anfang Juli nutzten wir die Gelegenheit, die Ausstellung „Bunte Götter“ im Liebieghaus am Frankfurter Museumsufer anzuschauen.

Wie haben die antiken Götterstatuen wohl damals ausgesehen? Spontan denkt wohl jeder an das, was er seit seiner Schulzeit in unzähligen Abbildungen gesehen hat: ernst und feierlich in weißem Marmor stehen sie da herum. Die Vorstellung, dass die Herren und Damen aus der Götterwelt quietschbunt angemalt sein könnten ist ziemlich befremdlich. Doch genau so war es wohl. Die archäologischen Befunde sind ziemlich eindeutig: in den Antike waren die Statuen intensiv farbig bemalt. Das passte jedoch schon in der Renaissance den „opinion leadern“ nicht ins Weltbild (Mittelalter = naiv bunt / Antike = feierlich monochrom). Im 19. Jahrhundert setzte sich in der archäologischen Forschung die Idee der bunten Statuen wieder durch, wurde dann aber in den 20er Jahren wieder ad acta gelegt (bunt = naiv außereuropäisch / europäische Hochkultur = feierlich monochrom). Seit einigen Jahrzehnten wird jedoch auf diesem Gebiet fleißig geforscht und es entstehen sehr anschauliche Rekonstruktionen, von denen die Ausstellungen spannende Beispiele zeigt.

     

 

Ein lohnender Ausflug – wieder einmal viel Neues erfahren!

 

https://www.liebieghaus.de/de/ausstellungen/bunte-goetter

Interessante Beobachtung auf dem Eisernen Steg: das Behängen von Geländern mit Schlössern hat auch in Frankfurt eindrucksvolle Dimensionen erreicht. Demnächst können Löcher im städtischen Haushalt mit dem Verkauf von Altmetall gestopft werden … 😉

Bunte Götter im Liebieghaus

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